Die Schlüsselrolle des Infrarot-Schwefelhexafluorid-Gassensors in SF6-gasisolierten Schaltanlagen

1. SF6-Gasisolierte Umspannstation
Eine SF6-gasisolierte Schaltanlage (GIS) besteht aus mehrerenSF6-GasIsolierte Schaltanlagen sind in einem Außengehäuse untergebracht und erreichen die Schutzart IP54. Dank der SF6-Gasisolierung (die Lichtbogenunterbrechungsleistung ist 100-mal höher als bei Luft) kann die gasisolierte Schaltanlage über 30 Jahre stabil betrieben werden. Alle spannungsführenden Teile befinden sich in einem vollständig abgedichteten Edelstahlbehälter, der mit SF6-Gas gefüllt ist.SF6-GasDiese Konstruktion gewährleistet eine höhere Zuverlässigkeit des GIS während seiner Nutzungsdauer und einen geringeren Wartungsaufwand.

Mittelspannungs-Gasisolierte Schaltanlagen bestehen im Allgemeinen aus 11-kV- oder 33-kV-Gasisolierten Schaltanlagen. Diese beiden Arten von Gasisolierten Schaltanlagen erfüllen die Anwendungsanforderungen der meisten Projekte.

GIS-Schaltanlagen (gasisolierte Schaltanlagen) zeichnen sich in der Regel durch eine wirtschaftliche und kompakte Bauweise aus, woraus sich folgende Vorteile ergeben:

Im Vergleich zu einer herkömmlichen Schaltanlage benötigt sie nur ein Zehntel des Platzes. Daher ist die gasisolierte GIS-Schaltanlage die beste Wahl für Projekte mit geringem Platzbedarf und kompakter Bauweise.

2. DaSF6-GasBefindet sich das Gas in einem abgedichteten Tank, arbeiten die Komponenten der gasisolierten Umspannstation in einem stabilen Zustand, und es treten wesentlich weniger Ausfälle auf als bei der luftisolierten Umspannstation.

3. Zuverlässige Leistung und wartungsfrei.

Nachteile von gasisolierten Umspannwerken (GIS):

1. Die Kosten werden höher sein als bei einem herkömmlichen Umspannwerk.

2. Wenn ein Fehler auftritt, dauert es wesentlich länger, die Fehlerursache zu finden und das GIS-Umspannwerk zu reparieren.

3. Jeder Modulschrank muss mit einem ausgestattet sein.SF6-GasEin Manometer dient zur Überwachung des internen Gasdrucks. Eine Druckminderung in einem beliebigen Modul führt zum Ausfall der gesamten gasisolierten Schaltanlage.

2. Die Schädlichkeit von Schwefelhexafluorid-Leckagen.

Reines Schwefelhexafluorid (SF6)Schwefelhexafluorid (Sf6) ist ein ungiftiges und geruchloses Gas. Seine Dichte ist höher als die von Luft. Nach einem Austritt sinkt es zu Boden und verflüchtigt sich nur schwer. Nach dem Einatmen reichert es sich in der Lunge an und kann dort lange verbleiben. Da es nicht ausgeschieden werden kann, kommt es zu einer verminderten Lungenkapazität, schwerer Atemnot, Erstickung und anderen schwerwiegenden Folgen. Angesichts der Gefahren, die durch das Austreten von Sf6-Schwefelhexafluorid für den menschlichen Körper entstehen, geben Experten folgende Hinweise:

1. Schwefelhexafluorid ist ein Erstickungsmittel. In hohen Konzentrationen kann es zu Atemnot, Keuchen, bläulicher Verfärbung der Haut und Schleimhäute sowie zu Krämpfen führen. Nach dem Einatmen eines Gemisches aus 80 % Schwefelhexafluorid und 20 % Sauerstoff über wenige Minuten tritt beim Menschen Taubheit in den Gliedmaßen und sogar Tod durch Ersticken ein.

2. Die Zersetzungsprodukte vonSchwefelhexafluoridgasUnter Einwirkung eines elektrischen Lichtbogens sind beispielsweise Schwefeltetrafluorid, Schwefelfluorid, Schwefeldifluorid, Thionylfluorid, Sulfuryldifluorid, Thionyltetrafluorid und Fluorwasserstoffsäure etc. stark ätzend und giftig.

1. SchwefeltetrafluoridEs handelt sich um ein farbloses Gas mit stechendem Geruch bei Raumtemperatur. In Verbindung mit Luftfeuchtigkeit bildet es Rauch, der die Lunge schädigt und die Atemwege beeinträchtigt. Seine Toxizität entspricht der von Phosgen.

2. Schwefelfluorid: Es ist bei Raumtemperatur ein farbloses Gas, giftig, hat einen stechenden Geruch und hat eine schädigende Wirkung auf die Atemwege, die der von Phosgen ähnelt.

3. Schwefeldifluorid: Die chemischen Eigenschaften sind extrem instabil, die Aktivität nimmt nach dem Erhitzen zu, und es hydrolysiert leicht in Schwefel, Schwefeldioxid und Fluorwasserstoffsäure.

4. Thionylfluorid: Es ist ein farbloses Gas, riecht nach faulen Eiern, hat stabile chemische Eigenschaften und ist ein hochgiftiges Gas, das schwere Lungenödeme verursachen und zum Erstickungstod bei Tieren führen kann.

5. Sulfuryldifluorid: Es handelt sich um ein farb- und geruchloses Gas mit extrem stabilen chemischen Eigenschaften. Es ist ein giftiges Gas, das Krämpfe auslösen kann. Die Gefahr besteht darin, dass es keinen stechenden Geruch hat und die Nasenschleimhaut nicht reizt, weshalb eine Vergiftung oft schnell zum Tod führt.

6. Tetrafluorothionyl: Es handelt sich um ein farbloses Gas mit stechendem Geruch, das schädlich für die Lunge ist.

7. Fluorwasserstoffsäure: Sie ist die ätzendste Säure. Sie wirkt stark reizend auf Haut und Schleimhäute und kann Lungenödeme und Lungenentzündung verursachen.

Sf6 SchwefelhexafluoridgasNotfallmaßnahmen bei Leckagen: Personen aus dem betroffenen Bereich umgehend in höher gelegene Gebiete evakuieren und isolieren. Der Zugang ist strengstens zu beschränken. Einsatzkräften wird empfohlen, umluftunabhängige Atemschutzgeräte mit Überdruck und Arbeitskleidung zu tragen. Die Leckagequelle so weit wie möglich abdichten. Für ausreichende Belüftung sorgen, um die Ausbreitung zu beschleunigen. Falls möglich, die betroffenen Behälter sofort wiederverwenden. Auslaufende Behälter sind sachgemäß zu handhaben und nach Reparatur und Prüfung wieder in Betrieb zu nehmen.

DerSchwefelhexafluoridgasErkennungsfunktion derSF6-GasDie isolierte Schaltanlage wird von einem SF6-Sensor überwacht. Bei einem Leck oder Überschreiten des Grenzwerts wird umgehend ein Alarm vor Ort, per SMS oder telefonisch ausgelöst, um die Mitarbeiter aufzufordern, den Gefahrenbereich zu verlassen und so schwere Schäden durch das Gasleck wirksam zu verhindern.


Veröffentlichungsdatum: 20. August 2021