Der Bedarf an Elektronikgasen wird mit dem Ausbau der Halbleiterindustrie steigen.

Ein neuer Bericht des Materialberatungsunternehmens TECHCET prognostiziert, dass die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) des Marktes für Elektronikgase über fünf Jahre auf 6,4 % steigen wird, und warnt davor, dass wichtige Gase wie Diboran und Wolframhexafluorid mit Lieferengpässen konfrontiert sein könnten.

Die positive Prognose für Elektronikgas ist hauptsächlich auf das Wachstum der Halbleiterindustrie zurückzuführen, wobei führende Logik- und 3D-NAND-Anwendungen den größten Einfluss auf das Wachstum haben. Mit der Inbetriebnahme der laufenden Fabrikerweiterungen in den nächsten Jahren wird ein zusätzlicher Erdgasbedarf entstehen, um die Nachfrage zu decken, was die Marktentwicklung von Erdgas weiter ankurbeln wird.

Derzeit planen sechs große US-amerikanische Chiphersteller den Bau neuer Fabriken: GlobalFoundries, Intel, Samsung, TSMC, Texas Instruments und Micron Technology.

Die Studie ergab jedoch, dass es bald zu Versorgungsengpässen bei Elektronikgasen kommen könnte, da das Nachfragewachstum voraussichtlich das Angebot übersteigen wird.

Beispiele hierfür sind:Diboran (B2H6)UndWolframhexafluorid (WF6)Beide sind für die Herstellung verschiedenster Halbleiterbauelemente wie Logik-ICs, DRAM, 3D-NAND-Speicher, Flash-Speicher und weitere unerlässlich. Aufgrund ihrer zentralen Rolle wird mit dem Anstieg der Halbleiterfertigungsanlagen ein rasanter Anstieg der Nachfrage erwartet.

Eine Analyse des kalifornischen Unternehmens TECHCET ergab, dass einige asiatische Lieferanten die Gelegenheit nutzen, diese Angebotslücken auf dem US-Markt zu schließen.

Störungen in der Gasversorgung durch die derzeitigen Quellen erhöhen auch den Bedarf, neue Gaslieferanten auf den Markt zu bringen. Zum BeispielNeonAufgrund des Krieges gegen Russland sind die Lieferanten in der Ukraine derzeit nicht mehr aktiv und könnten dauerhaft ausfallen. Dies hat zu erheblichen Einschränkungen geführt.NeonDie Lieferkette wird sich erst dann entspannen, wenn neue Lieferquellen in anderen Regionen erschlossen werden.

HeliumDie Versorgungslage ist ebenfalls stark gefährdet. „Die Übertragung des Eigentums an Heliumlagern und -ausrüstung durch das BLM in den USA könnte die Versorgung beeinträchtigen, da die Anlagen möglicherweise für Wartungs- und Modernisierungsarbeiten außer Betrieb genommen werden müssen“, fügte Jonas Sundqvist, Senior Analyst bei TECHCET, hinzu und verwies auf frühere Entwicklungen. Es herrscht ein relativer Mangel an neuenHeliumJährlich kommt neue Kapazität auf den Markt.

Darüber hinaus rechnet TECHCET derzeit mit potenziellen Engpässen beiXenon, KryptonStickstofftrifluorid (NF3) und WF6 werden in den kommenden Jahren benötigt, sofern die Kapazität nicht erhöht wird.


Veröffentlichungsdatum: 16. Juni 2023